10.07.2010 Umzug

Vorweg: 1000facher Dank geht an alle Omas und Opas, Tobi, Nina, Ansgar, Torben, Bine, Sven, Mia, Markus, den anderen Markus und Sandra. Ihr seid die besten!

Wir stehen um 5Uhr auf, machen im Haus "klar Schiff" und fahren dann rüber zur Wohnung, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Um 8:00Uhr gehts los. Dank der vorgenannten Helfer geht's ruck zuck und um 12:30 fangen wir an, die ersten Schränke wieder aufzubauen. Ok - ein bisschen geschummelt war's: unsere alte Küche bleibt in der Wohnung, die Wohnzimmer-Schrankwand wird ausgemustert (Ikea Bonde in Birke, kann das jemand gebrauchen? ;-) ) und an den Keller haben wir uns auch nicht richtig herangewagt. Trotzdem eine beachtliche Leistung, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass schon morgens um 8:00Uhr 29°C herrschten.

Wie ich gesagt habe: "Die globale Erwärmung wird uns recht geben: es war richtig, das Haus nach Norden auszurichten" ;-) )

Mittags klappt dann die Bauherrin mit Schüttelfrost, Fieber und massiven Kopfschmerzen zusammen und friert bei 37° im Schatten. Kein gutes Zeichen... Sie verschläft sogar das Deutschlandspiel um den 3. Platz - wir gucken mit den meisten Helfern auf unserer nagelneuen Palettirei-Terrasse (Bankirei war finanziell einfach nicht mehr drin, also mussten Europaletten herhalten).

09.07.2010 Erste Nacht im Haus / "Offline"

Wir schlafen die erste Nacht im Haus! Dafür haben wir schon mal vorab unsere Matratze, sowie ein paar der wichtigsten Küchenutensilien und auch schon einige Kisten mit dem geliehenen Sprinter ins Haus verfrachtet. Jaaanz wichtich: Kaffee-Maschine! ;-) Wir können kaum einschlafen, weil wir so aufgekratzt sind und werden dauernd wach, weil "Matratze auf dem Fußboden" irgendwie doch nicht so ganz das Wahre ist. Eventuell trägt dazu auch der Umstand bei, dass draußen seit geraumer Zeit auch Nachts nie unter 30°C sind...

Toll. Eigenes Haus, alles funktioniert. Alles, bis auf Telefon und Internet. 1&1 teilt uns freundlich mit, dass sie unsere Kündigung zum November akzeptieren (Vertragslaufzeit halt). Die Telekom teilt mit, vor Vertragsende könnten sie unsere Rufnummer nicht portieren. Aha. Warum nicht? Wir üben auf alle uns bekannten Ansprechpartner sanften Druck aus und erfahren, dass sie auch vorübergehend eine andere Rufnummer aufschalten könnten. Wäre uns ja egal, Rufweiterleitung auf die vorübergehende Nummer rein und gut ist. Das Problem ist nur: dafür müsste das Erdkabel angeklemmt sein. Sie melden sich, wenn's losgeht. Toll. So weit waren wir vor 3 Wochen schonmal.

Der Elektriker hat übrigens sinnvollerweise das Telekomkabel hinter der Abdeckung mit in den Elektro-Verteilerschrank eingezogen und auf 1,5m eingekürzt. Vorgabe der Telekom war 3m im Hauswirtschaftsraum liegen zu lassen... Ich könnte den ... #+@!4&! Wenn sich die Telekom querstellt, buddelt der mir die 23m Einfahrt frei und legt ein neues Kabel! Ach ja, Licht auf dem Dachboden hat "er" auch vergessen. Mach ich jetzt selbst, Dammann-Haus kürzt die Rechnung entsprechend.

Der Titel "Offline" übrigens deshalb, weil ich die Texte auf dem Notebook tippe, um sie beim nächsten Internetzugang dann hochzuladen. Der UMTS-Surtfstick weigert sich hartnäckig gefunden zu werden... ;-)

08.07.2010 Abnahme und Blowerdoor-Test

Heute war Haus-Abnahme und Luftdichtigkeitstest mit Manfred Dammann. Der Blowerdoortest dauerte zum Glück nicht wie im Internet beschrieben drei, sondern nur etwa eine halbe Stunde. Außerdem konnten wir (und viel wichtiger: auch der Fliesenleger) während dessen im Haus bleiben.

Alle Inventer wurden zugedreht, die Bad-Lüfter verklebt und kontrolliert ob alle Siphons mit Wasser gefüllt sind ("da kann er sonst eventuell Kanal-Luft ziehen, das wollen wir ja nicht", erklärte Herr Dammann). Beim ersten Versuch hatten wir auch prompt den Ablauf der Dusche im Gästebad übersehen, aus dem es dann ganz ordentlich zog. Zum Glück aber ohne "Kanal-Luft". Nur der Fliesenleger war leicht irritiert, als sich plötzlich die Plastik-Abdeckung, die auf dem Ablauf lag davon machte... :-)

Ergebnis des Blowerdoor-Tests: 1,0 mit Unterdruck und 1,1 mit Überdruck (oder umgekehrt, wir bekommen es ja nochmal schriftlich...). Jedenfalls deutlich unter der Vorgabe von 1,5, die für Niedrigenergiehäuser gilt. Wir hatten uns zwar einen Wert mit einer 0 vorne gewünscht, sind aber auch so ganz zufrieden. Zum Vergleich: die Obergrenze für ein Passivhaus (dass komplett ohne eigene Heizung auskommt) liegt bei 0,6 - ein ohne besondere Anforderungen gebautes Einfamilienhaus hat eine Luftwechselrate von 3-7.

Bei Dammann-Haus wird die "Blower-Door" übrigens nicht in der Haustür, sondern in einem Fenster eingesetzt. Das hat den Vorteil, dass auch die Haustür auf Dichtigkeit getestet wird. Dort kann ja theoretisch auch ein Leck sein, das man sonst nicht feststellen würde. Außerdem kann die Anlage dann kleiner ausfallen und Herr Dammann muss nicht soviel tragen. ;-)

Die Abnahme selbst verlief problemlos, wir hatten keine größeren Mängel, dafür aber umso mehr kleinere. Hauptsächlich Schönheitsreparaturen à la "hier fehlt noch eine Leiste", die jedoch alle ohne Einspruch von Herrn Dammann im Abnahmeprotokoll aufgenommen wurden.


So. Jetzt aber los, Kisten packen und Möbel zerlegen. Morgen ist Umzug.

Herr Dammann meinte, erfahrungsgemäß käme nachdem man auch die alte Wohnung fertig gemacht hat erst einmal für 6-8 Wochen die große "Abschlaffungsphase", während der die Bauherren erst einmal gar nichts mehr am Haus machen. Ich freu mich schon drauf...

29.06.2010 Endspurt....

So, unsere Perle von Fliesenleger ist zwar eine Perle, aber eine "kranke" Perle... nach einem Sturz am WE auf dem Flugplatz ist das linke Knie jetzt wirklich im Eimer (nach 3 Operationen...) , ... gedopt taucht er ab und zu mal nach seinem Krankenhausaufenthalt auf, macht Stundenweise weiter... naja... das nötigste ist geschafft (Flur fliesen ... ) damit die Treppe von den Dammannjungs heute gebaut werden kann und die Türen eingesetzt werden.

Laminat liegt übrigens schon "fast" komplett drin.... heute muss ich nach dem 7ten 15 Liter Eimer Sto Color Rapid Kauf noch das Schlafzimmer fertig "rollern" ... spritzen hat mein Göttergatte vorgestern nicht geschafft da: Farbe alle..... nun mussten wir für den Besuch des Trupps aus Wohnste die fein abgeklebte Holzdecke wieder öffnen (Plane etc. zum Sprühen), so dass jetzt noch gerollert wird.

Übrigens DANKE an Tommy für das Laminat, die wundervoll acrylten Leisten, den Flur und vieles mehr:DANKE! Man erkennt nun auch dank des Kurzbesuches des Elektrikers auch, dass hier nun am 10.07. eine Familie einziehen soll..... nur ist das alles teurer als gedacht... ;-)

Die Türen sind der Hiammer !!! *freu* ... die Eingangstür ist etwas mutiger als gedacht... aber schick.... und die Scheibe daneben erst..... :-) Die Ikea Küchen "Endmonteure" (Eigenleistung wir bauen auf vom letzten WE) kommen am Freitag, .... am kommenden Wochenende gibt es nochmal eine Baggerparty, damit auch die Umzugshelfer möglichst Unfallarm durch die Einfahrt kommen.


Mehr Details später :-)))) ... wie immer... ich geh dann mal streichen.... ach ja, am 08.07 ist Abnahme!

14.06.2010 Wir versinken im Baustreß...

Zusammenfassung des letzten Monats:

Da sind wir wieder.... Es geht "irgendwie" voran, ich habe keine Lust mehr, wir sehen unsere Kinder kaum - und dann auch noch ungestreßt- und es tut nach den Buddelarbeiten für Abwasser & Co. alles weh, ... unsere Helfer stehen Schlange (wir merken es nur nicht!!! ... haha...), unser 1. Anlauf vom Fliesenleger glänzte mit einer Fahne, der jetzige scheint eine Perle zu sein- es geht voran. Die Damänner sind alle im Streß... unser avisierter Umzugstermin am 03.07.2010 wackelt.... wackelt sehr.... Ikea hat angerufen die maßangefertigte Arbeitsplatte wäre fertig, Laminat kommt Ende der Woche, die Kinderzimmer sind schon zu 75% bunt & fertig, die Wärmepumpe steht aber es ist noch viel zu tun... abgesehen von den riesigen Gräben ums Haus und vor dem Haus ist auch noch drinnen einiges im Argen.... unser Elektriker spricht nun wieder mit uns.... und vieles mehr.... ebenso ist das Budget erschöpft.... die Nerven liegen blank.....Gutes & Schlechtes halt... streckenweise leider mehr schlechtes bzw. Nerven aufreibendes was z.B. Nachts bei Regen im Schlamm-Lehmboden in Eigenleistung wieder geradegebogen wird etc.... .Hut ab vor den Bloggern die "regelmäßig" während des Baus bloggen ;-)) Wir hoffen auf ein gutes Ende- in jeglicher Hinsicht!  ... auf Grund des beruflichen Alltags können wir nur in Wochenenden rechnen- die Rechnung geht irgendwie nicht auf....wenn da auch noch Opa Bart mit Brechdurchfall am Wochenende ausfällt geht viel Zeit verloren...ach ja... :-)) Opa: Wir hoffen Du bist wieder FIT! ;-)

Bis bald...

03+04.05.10 Dämmung / Treppenwangen

Heute kommt die Zellulosedämmung: Zwei Damänner, rücken mit einem LKW nebst riesigem Anhänger voll gepresstem Altpapier an (vornehm "Zellulose", aber auf einigen kleinen Schnipseln sind Buchstaben zu sehen). Die beiden bauen eine Art riesigen Mixer auf, in dem die gepresste Zellulose zerpflückt wird. Durch einen endlos langen Schlauch in die Löcher in den Wänden eingeblasen. Um es klar zu sagen: es staubt wie sau!



Außerdem montieren die Jungs die Wangen für die Treppe, damit wir schonmal die Löcher für die Treppenbeleuchtung ausschneiden und die entsprechenden Kabel einziehen können (der Elektriker hat ein Kabel vom HWR gezogen, den Rest machen wir). Dabei erklären sie uns, dass es anscheinend zu einem kleinen Zahlendreher kam, weil jemand "seine eigene Schrift nicht lesen konnte". Deshalb müssten ein paar Zentimeter hinzugefügt werden. Außerdem kämen ja noch 4 cm für das Brett hinzu, also 4cm + 0,5cm pro Stufe und dann noch 4cm nach oben... Im ersten Moment klingt alles logisch und wir fangen an zu messen. Dann beschleichen uns Zweifel - wir gehen nochmal fragen - aha, von oben anfangen, erstes Brett +0,5cm, zweites Brett + 1cm, etc. Wir messen und zeichnen und schneiden die Löcher aus. Hoffentlich haut das hin.


Jetzt kommt der erste große Dammann-Patzer! Die Ausspaarung, die für unseren Einbau-Schuhschrank gedacht war, ist zur Hälfte diagonal von der Treppenwange verdeckt! *gnnniii* So war das nicht gedacht. Wir müssen mit Dammann-Haus sprechen.

01.05.2010 Strippenzieher Teil 3 - Buskabel

"Tag der Arbeit". Für heute stehen die Buskabel auf dem Programm. Da ich, wie bereits erwähnt, vor habe für eine eventuelle, spätere Hausautomatisierung gerüstet zu sein, legen wir ein Buskabel zu fast allen Lichtschaltern und zu strategisch wichtigen Stellen in den Wänden.

Stichwort "was haben Sie denn vor".

Der Witz ist ja: das weiß ich doch jetzt noch nicht! Also lege ich lieber jetzt ein paar Kabel mehr in die Wände, als dass ich später einen irren Dreck machen muss. Das schöne bei einem Bus-System ist, dass man später an jeder beliebigen Stelle des Kabels einen neuen Schalter hinzufügen kann. Und man kann die Funktionen der einzelnen Schalter bei Bedarf einfach umprogrammieren! Der Schalter, der heute das Licht über dem Esstisch schaltet, kann morgen bspw. die Gartenbeleuchtung an oder ausschalten. Oder auch denkbar: ein Schalter, der das Licht über dem Esstisch anmacht und gleichzeitig die Spots im Wohnzimmer auf 50% dimmt. Oder oder oder...

Die übrigen Einsatzzwecke die uns so vorschweben reichen von einem "Alles-Aus-Schalter" neben der Haustür, der beim gehen alle Lichter und bestimmte Steckdosen abschaltet (Standbygeräte...) über einen "Panikschalter" (alle Lichter an, außer in den Kinderzimmern) bis hin zu "Unser Haus weckt uns morgens mit unserer Lieblingsmusik und frischem Kaffee und hat abhängig vom Wetter schon den Rasen gesprengt". Das wird allerdings wohl noch etwas dauern... ;-)

Eine Grafik, die das Prinzip "Hausautomatisierung" anschaulich darstellt, findet sich hier.
Zum Glück haben wir keinen Hamster.

Der dicke, fette und hässliche Haken an einem gescheiten Bussystem ist: wenn der Elektriker von vornherein die gesamte Beleuchtung auf Bustechnik aufbaut, kostet es eine irre Menge Geld. Unser Elektriker sprach von "locker 5-stellig". Deshalb bereiten wir so viel (und so günstig) wie möglich vor und bauen nach und nach selbst aus. Das kostet uns zwar etwas Arbeit, dafür ist aber der Preis für das grüne Kabel zu vernachlässigen...

Wen es interessiert (Achtung Fachchinesisch! ;-) ) so sieht grob unser Lösungsansatz aus: eigentlich alle Lichter unten sind zentral über den HWR verdrahtet (Stromstoßschalter + Taster). Zum Anschluss der Taster verwendete unser Elektriker bereits das grüne EIB-Buskabel. Alle Steckdosen im Bereich Wohnen und in der Küche sind mit einem 5-adrigen Kabel pro Bereich angeschlossen, die beide zentral im HWR auflaufen. So können wir entscheiden, welche Steckdosen wir später zentral schaltbar haben wollen.

Im Obergeschoss haben wir in den Kinderzimmern zusätzlich zum "normalen Stromkabel" ein Buskabel bis zum Schalter gelegt. So können wir später das Stromkabel durchverdrahten und oberhalb der Zimmerdecke - quasi auf dem Dachboden- Aktoren setzen, die die Lampen busgesteuert an und ausmachen.


In die Außenwände des Erdgeschosses haben wir ebenfalls umlaufend ein Buskabel eingezogen, das wir von Zeit zu Zeit über eine Unterputz-Dose führen. So können wir später für zusätzliche Sensoren, Schalter, Visualisierungen, Fensterkontakte, etc. abzweigen, falls das erforderlich sein sollte.

Standardmäßig verwendet man von den vier Adern nur rot und schwarz und nur wenn diese beschädigt sind, wechselt man auf weiß und gelb. Da die UP-Dosen unterm Rigips verschwinden, haben wir -pfiffig wie wir sind- auch schon das weiß/gelbe Adernpaar durchverbunden. :-)


Übertreiben darf man die Automatisiererei natürlich nicht. Zum Beispiel will ich nicht, dass mein Haus meinen Tagesablauf bestimmt und um 22 Uhr den Fernseher ausmacht, weil das sonst "immer so ist"... :-)

Aber ein tolles Spielprojekt ist es schon. Wir fangen mal ganz zart mit den Multimedia-Funktionen an (DVDs auf dem Server, Audio-Streams in alle Räume) und steigern uns dann langsam.